Geistliches Wort für den März
Liebe Schwestern und Brüder,
zu Beginn unserer österlichen Bußzeit bin ich auf ein Gedicht des Dichters und Pfarrers Lothar Zenetti gestoßen. Einer seiner wohl berühmtesten Texte lautet:
„Was keiner wagt, das sollt ihr wagen. Was keiner sagt, das sagt
heraus. Was keiner denkt, das wagt zu denken. Was keiner anfängt, das führt aus.“
Zenetti hat als junger Mann im zweiten Weltkrieg gekämpft und war in
französischer Kriegsgefangenschaft. Zu dieser Zeit hat er erfahren, was alles nicht gesagt werden durfte. Alle sollten gleich sein, gleich denken, gleich hassen. Irgendwann haben viele wahrscheinlich nicht mehr gewagt,
überhaupt noch anders zu denken. Keiner durfte etwas gegen die Nazis, den Krieg und den Judenmord sagen.
Vielleicht hat Zenetti an diese Zeit gedacht, als er später diese Zeilen geschrieben hat:
„Wenn keiner ja sagt, sollt ihr´s sagen. Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein. Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben. Wenn alle mittun, steht allein.“
Zenetti hat sich nach dem Krieg entschieden, Priester zu werden. Er hat
jungen Menschen Mut gemacht, ihren eigenen Weg zu gehen. Denn es braucht gerade heute wieder Menschen, die sich gegen den Strom stellen: Die Ja sagen, wo es kein anderer wagt. Die Nein sagen, wo alle wegschauen. Die für sich entscheiden und es aushalten, dabei auch mal allein zu stehen. Wo alle loben, habt Bedenken. Wo alle spotten, spottet nicht. Wo alle geizen, wagt zu schenken. Wo alles dunkel ist, macht Licht. Zenetti geht es nicht nur darum, dass wir kritisch und unabhängig sind. Das ist nur der erste Schritt. Er fordert uns auf, zu handeln. „Wo alles dunkel ist, macht Licht!“. Lassen wir uns von unserem eigenen Glauben und den Worten Zenettis ermutigen, die nötigen Schritte zu gehen, vielleicht und gerade in dieser nun vor uns liegenden Fastenzeit.
Ihr Pfarrer Franz Kurth
Spendenaufruf für die Dachsanierung
der Kirche St. Josef Bolzum
Ein neues Dach für St. Josef Bolzum
Wir brauchen Ihre Unterstützung bei der Kirchendachsanierung von St. Josef in Bolzum
Als Folge eines Sturmschadens am Kirchendach von St. Josef in Bolzum durch eine Windhose, die im Februar 2020 durch Bolzum gezogen ist, ist es in der Folgezeit zu weiteren Schäden durch eindringendes Regenwasser gekommen.
Zwischenzeitlich mussten mehrfache Notsicherungsmaßnahmen der Pfarrgemeinde am Kirchendach durchgeführt werden. Dadurch konnten weitere Schäden im Bereich des Altarraumes, der Sakristei und der Orgel verhindert werden. Es hat sich aber gezeigt, dass die Schiefereindeckung aus dem Baujahr der Kirche von 1898 insgesamt marode ist. Leider ist es auch im Bereich des Kirchturms durch Feuchtigkeitsdurchdringung zu Schäden an der Holzkonstruktion gekommen.
Hierdurch ist jetzt die Komplettsanierung des Kirchen- und Turmdaches zwingend erforderlich geworden. Diese Sanierungsmaßnahme soll noch in diesem Jahr mit finanzieller Unterstützung des Bistums Hildesheim durchgeführt werden.
Für unsere Pfarrgemeinde ist die Beteiligung an den Sanierungskosten in Höhe von ca. 210.000 € eine große finanzielle Herausforderung. Wir sind uns aber einig, dass wir unsere Kirche St. Josef in Bolzum, die sich großer Beliebtheit in unserer Pfarrgemeinde und über deren Grenzen hinaus erfreut, erhalten wollen. Nicht zuletzt, da die unter Denkmalschutz stehende Kirche auch aus einer der ältesten katholischen Pfarrstellen in der Region Hannover hervorgegangen ist, die nachweislich bereits 1764 dokumentiert wurde.
Dankenswerterweise hat uns bereits die Klosterkammer Hannover für dieses Projekt eine großzügige Förderung zugesagt.
Bitte helfen auch Sie durch eine Spende mit, unsere Kirche St. Josef in Bolzum zu erhalten, damit wir sie auch in Zukunft als Treffpunkt für Gottesdienste und zur Begegnung nutzen können.
Ansprechpartner und Informationen zur Prävention in unserer Gemeinde finden Sie hier.
© Rainer Sturm / pixelio.de






















